Chick liest Tschick: Urlaubslektüre

Ein Paar Nikes. Antiallergische Augentropfen. Daneben eine ansatzweise durchgefettete Tüte mit einer angebissenen Butterbreze und drei Riegel Kinderschokolade. Auf dem Boden der Ankunftshalle des Münchner Flughafens breite ich den halben Inhalt meines Koffers aus, um für den Flug nach Berlin umzupacken. Schließlich drüfen keine spitzen, langen, explosiven & scharfen Gegenstände mit an Bord und ich bin mir gar nicht so sicher, was eigentlich alles in meiner Handtasche drin ist. Wie der letzte Flughafenmessi sitze ich also in meinem Hausrat, als ein adretter Jungmanager auf mich zukommt und mir ein Taschenbuch hinhält. Ich sei ja eh am Packen, grinst er mich an. Und obendrein wohl genau so unorganisiert wie der Protagonist in dem Buch, das er gerade auf dem Flug nach München gelesen hat. Also würde er mir das Buch schenken. Ich könne eventuell was draus lernen. Er legt das Buch auf den Sitz neben mir und frägt, ob er im Tausch ein Stück von der Kinderschokolade bekommen würde. Ich starre ihn perplex an und nicke wortlos. Er grinst nochmal frech und nimmt sich einen Riegel Schokolade. Dann wirft er lässig sein Sakko über die linke Schulter und schlendert zum Ausgang.
Na ja, und so habe ich Tschick kennengelernt.

Tschick ist 14 und ein Asi. Findet Maik. Maik ist auch 14, aber kein Asi. Hofft er zumindest.
Jedenfalls
geht Tschick nach den Osterferien plötzlich in Maiks Klasse. Der Lehrer
erklärte, dass Tschick Russe sei und gar nicht so blöde. Tschick sieht
irgendwie tot aus, spricht undeutlich und wackelt leicht mit dem Kopf.
Maik glaubt, dass Tschick an seinem ersten Schultag am Gymnasium
hackevoll ist. Russe und besoffen. Für Maik macht das Sinn.
Dass
Tschick und er Freunde werden, kann sich Maik nicht vorstellen. Dazu hat
er auch gar keine Lust. Schließlich ist er in Tatjana Cosic verliebt
und das stresst ihn schon genug. Irgendwie klappt es dann aber doch. Das
mit dem Freunde werden. 
 
“Meine Familie kommt aus der Walachei”, erklärt Tschick.
“Ich denk, du kommst aus Russland”, wundere ich mich.
“Ja, aber ein Teil kommt auch aus der Walachei. Mein Großvater. Und meine Großtante und – was ist daran so komisch?”
“Das ist, als hättest du einen Großvater in Jottwehdeh.”
“Und was ist daran so komisch?”
“Jottwehdeh gibt es nicht, Mann! Jottwehdeh heißt: Janz weit draußen. Und die Walachei gibt es auch nicht. Wenn du sagst, einer wohnt in der Walachei, dann heißt das: Er wohnt in der Pampa.”
“Und die Pampa gibt es auch nicht?”
“Nein”, erkläre ich.
“Aber mein Großvater wohnt da.”
“In der Pampa?”
“Du nervst, echt. Mein Großvater wohnt in der Walachei. Und wir fahren da morgen hin.”
“Was bist du denn jetzt eigentlich? Russe? Oder Walacheier oder was?”
“Deutscher. Ich hab nen Pass. Aber meine Familie ist von überall. Wolgadeutsche. Volksdeutsche. Und Banater Schwaben, Walachen, jüdische Zigeuner – “
“Was?”
“Was, was?”
“Jüdische Zigeuner?” 
“Ja, Mann.”
“Gibts nicht.”
“Was gibts nicht?”
“Jüdische Zigeuner. Das ist wie englische Franzosen. Gibts nicht.”
“Natürlich gibts keine englischen Franzosen”, sagte Tschick. “Aber es gibt jüdische Franzosen. Und es gibt auch jüdische Zigeuner.”
“Zigeunerjuden.”
“Genau. Und die haben so ein Dings aufm Kopf und fahren in Russland rum und verkaufen Teppiche. Kennt man doch. Mit Kippe aufm Kopf.”
“Kippe am Arsch”, sage ich. “Man kann nur entweder Jude oder Zigeuner sein.”
“Aber Zigeuner ist keine Religion., Mann. Jude ist Religion. Zigeuner ist einer ohne Wohnung.”
“Die ohne Wohnung sind zufällig Berber”, erwidere ich.
“Berber sind Teppiche”, sagt Tschick.
In einem Germanistikstudium liest man ja so einiges. Vertrocknetes von vollkommen zu Recht vollkommen vergessenen Autoren. Gewalttätiges von frustrierten und betrogenen Hausfrauen. Unverständliches von zugekoksten Schwadronierern mit Weltherrschaftsfantasien und Peinliches von stümperhaften Dilettanten, die unverständlicherweise einen Überraschungserfolg gelandet haben. Und dann gibt es da Tschick von Wolfgang Herrndorf. Frühmorgens gegen Schokolade eingetauscht, wie aufm Münchner Schwarzmarkt im Zweiten Weltkrieg. Stundenlang mit Tschick und Maik im geknackten Lada durch Ostdeutschland gekurvt und ab 16:35 Uhr Nachmittags eine mittelschwere Depression geschoben, weil die 253 Seiten einfach zu wenig waren. Abends um 23:17 Uhr erfolglos nach Fortsetzungs-Romanen gegoogelt. Verzweifelt in den Schlaf geweint.
Tschick ist ein absolutes Sommerbuch. Es schmeckt nach staubiger Stadthitze, gleißendem Sonnenlicht zwischen Stadthäuserschluchten und vertrocknetem Rasen in fahrradbeladenen Vorgärten. Einen besseren Begleiter für den ersehnten Sardinienurlaub oder die lange, sonnige Bahnfahrt an die Mecklenburgische Seenplatte gibt es nicht. Und ich habe immerhin schon Ferien auf Saltkrokan gelesen.
Wenn ihr in nächster Zeit an einen Flughafen fahrt, nehmt tonnenweise Kinderschokolade mit. Vielleicht bietet euch ja jemand dieses kluge, warmherzige und ultrakomische Buch an. Und dann: Tauscht! Zwerchfellkater vor Hüftspeck!
Lesen: Ja, aber was? Welches Buch hat dich so beeindruckt, dass du es eigentlich wieder in deinen Urlaubskoffer packen könntest?

Die will ich heiraten: Prints von Leigh Viner

Kunst sollte berühren. Und wenn sie das schafft, dann ist sie gut. Wenn man sich aber von Herzen wünscht, dass das mit dem Berühren wortwörtlich funktioniert, dann ist sie mehr als nur gut. Leighs Mädels schaffen das nämlich. Sie wecken in mir den Wunsch nach “Bitte, Bitte, komm doch raus aus deinem Rahmen und nimm mich mal in den Arm. Vielleicht bleibt dann etwas von deinem Zauber an mir haften!”


Leigh Viner lebt in Denver in den USA und ist eigentlich gelernte Make-Up-Artistin. Daher kommt wohl auch meine Leidenschaft für ausdrucksstarke Augen und die pudrigen Farben, vermutet sie. Wahrscheinlich lässt sich sagen: Einmal Gesichter anmalen, immer Gesichter anmalen. Also kombiniert sie ihre Schminktischvergangenheit und ihre Liebe zu Modedesign und macht daraus ihre einzigartig zarten und sinnlichen Portraits, die immer ein bisschen nach Vogue-Cover aussehen. Übrigens hat sie Lady Gaga bei deren Album Born this Way unterstützt – ein riesen Erfolg für Leigh, die im Privaten eigentlich gar nicht gaga,  sondern nur eine tolle Mum für ihre kleine Tochter Braelynn sein will.
Mittlerweile betreibt sie seit 8 Jahren ihren Etsy-Shop und lebt von ihrer liebsten Beschäftigung: Frauengesichter zu zeichnen, in die man sich verlieben kann. Die man heiraten möchte. Auf die ich neidisch werde, weil sie so toll aussehen. Für die man betrügen würde.

Und jetzt Tacheles: Wer ohne ein Mädchen von Leigh nicht mehr leben will, kann sich die Girlpower in ihrem Onlineshop ansehen und dort auch bestellen. Da die zarten Geschöpfe aus Amerika eingeschifft werden, kommen natürlich noch Verpackungs-und Versandkosten dazu. Nicht jedes Motiv aber dafür Versandkostenfrei ab 69 € verschickt der Berliner Onlineshop Juniqe. Meine zwei Lieblingsprints (jeweils die beiden großen Bilder) gibt es dort und wenn ich seit mittlerweile 5 Wochen Päckchenblockade endlich wieder Post bekomme, ziehen die beiden Ladys bei mir ein. Ich bin schon sehr nervös und hoffe, sie finden mich nicht langweilig.

Eat Berlin: Kleinod in den Hackeschen Höfen

Keinen Bock mehr auf immer dasselbe? Dann geht es dir wie dem Eat Berlin-Team. Die habe sich nämlich 2011 gedacht: “Wir ham so ne coole Stadt. Da muss es doch foodtechnisch mehr geben als 08/15. Warum nicht mal alle kleinen Lebensmittelmanufakturen rund um Berlin abgrasen? Lass uns Produkte suchen, die so jung, anders und kreativ sind wie unsere Stadt.”
Gesagt, getan. Losgezogen und Business aufgebaut. Mittlerweile kann man das Team in einem schnieken Laden in Berlin Mitte besuchen. Vom veganen indisch-angehauchten Petersilien-Pesto über Honig mit Nanaminze und Marzipan, verschiedene Senfsoßen und Gewürze bis hin zu Getränken mit oder ohne Wumms – im Hackeschen Hof 7 gibt es das gesamte junge kulinarische Berlin auf 20 qm².

Wenn wir schon dabei sind: Schnieke ist eigentlich alles an dem Laden. Marius, der extrem lässig hinter seinem Europlatten-Tresen steht. Das Farbkonzept mit  schwarz, weiß, hellem Holz und neongelb. Der wohl schniekesten Wodka überhaupt. Mit Kronkorken zum mit dem Feuerzeug aufmachen und sich cool fühlen. Und eine Glam Cola. Der Glam daran ist, dass die Cola zwar wie Cola schmeckt aber kristallklar und durchsichtig ist.
Ein Schnäppchen sind die Produkte zwar zugegebenermaßen nicht, aber dafür bekommt man für den Preis viel mehr als nur eine verdammt leckere Senfsoße für Sandwiches, Salate, Grillzeug oder zum Käse – man bekommt ein Stück Berliner Szene. Und die ist ja wohl mal unbezahlbar.

Wer auch so ein Currywurstfetischist ist wie ich, dem lege ich die
Currywurstmaker-Gewürzmischung schwer ans Herz. Wurst her, Würze drüber –
dit schmeckt, wa! 
Für alle anderen und für die, die keinen Platz mehr im Koffer haben oder viel zu weit weg von unserer Hauptstadt wohnen die gute Nachricht – Eat Berlin gibt es auch als Onlineshop! 
Wahrscheinlich würde der Laden aber auch ohne alles laufen – bei dem Knüller-Logo.

Keine Punktlandung: Kissen bedrucken

Liebe Stefanie,

hast du echt gedacht, das funktioniert so? Hast du wirklich geglaubt, ich mache immer alles exakt so, wie du es gerne hättest? Pustekuchen!
Nur weil du das Kissen mit großen Polka-Dots bedrucken willst, heißt das doch nicht, dass ich dir dabei helfe. Und wenn du die Anleitung für den Kleber und die Transferfolien nicht richtig liest, das Bügeleisen nicht richtig einstellst und dich auch ansonsten sehr planlos ans Werk machst, ist es wohl kaum meine Schuld, wenn alles hinten und vorne nicht funktioniert. 
Dass man ein Kunststoff-Gewebe nicht minutenlang bei voller Pulle mit dem Bügeleisen bearbeiten soll, hätte dir ja auch selber einfallen können. Weil das Kissen dann schmilzt. Dafür braucht es kein Genie. Nur ein kleines bisschen Grips.
Okay, so ganz richtig habe ich mich natürlich trotzdem nicht verhalten. Weil während du im Keller vergeblich Gold auf das Kissen bügeln wolltest, saß ich im Schneidersitz auf der Couch und hab Dr. House geschaut. Aber den ganzen Tag kreative Wahnsinnstaten umzusetzen, ist ja auch echt anstrengend. Ab und zu brauche ich mal ne Pause. Du kennst mich doch schließlich! Du weißt ja, wie es mit mir ist: Wenn du zu viel von mir verlangst, hab ich keinen Bock mehr und verzieh mich. Dann musst du eben alleine wurschteln.
Denn auch wenn du es mir vielleicht nicht glauben willst: Ich kann nicht immer.
Bitte mach mir in Zukunft weniger Druck.
Dein Genie
PS: Und auch wenn es jetzt Klekse sind und keine Punkte – Das Kissen ist doch ganz hübsch geworden?

Das Kissen hier hat mich überzeugt, Thermofolien und Kleber einmal eine Chance zu geben. Auch wenn mein Kissen der Vorlage leider kein bisschen mehr ähnelt. Wer auf der Suche nach hübschen Bastel-Projekten ist, sollte jedenfalls mal bei Roombeez stöbern. Such dir eine kreative Wahnsinnstat aus, pack dein Genie und leg los. Aber sei lieb zu ihm.

Anders als gedacht: Was ist bei dir schon mal gründlich in die Hose gegangen? Und hat dir dann nach einiger Zeit sogar besser gefallen, als der ursprüngliche Plan?

Weltwundern: Der Ernährungsmissionar

Es gibt Dinge, die machen Spaß. Stundenlang mit Freunden kochen zum Beispiel. Dann gibt es Dinge, die sind  anstrengend, machen deswegen aber nicht weniger Spaß. Stundenlang für Freunde kochen zum Beispiel. Und dann gibt es Dinge, die sind einfach nur ätzend. Wie stundenlang zu kochen und anschließend darüber aufgeklärt zu werden, wie rückständig doch die eigenen Ernährungsgewohnheiten seien.

Akribisches Sezieren des Radicchios auf der Suche nach Erdresten oder anderweitigen Beweisstücken für unsachgemäße Arbeit am Herd. Lustloses Herumstochern im Moussaka “weil Hackfleisch einfach immer wie ausgekotzt aussieht” inklusive Anstachelung aller Tischnachbarn, diese Ansichten zu teilen. Auch wenn es ihnen ohne den bildhaften Vergleich und das hemungsloses Gemantsche gar nicht aufgefallen wäre. Lautstarkes Erörtern sämtlicher Lebensmittelunverträglichkeiten und deren Folgen für den Verdauungstrakt.
Das kommt dir bekannt vor? Dann saßt du auch schon mal mit einem Missionar am Tisch.
Der Missionar spricht grundsätzlich beim Essen negativ über das Essen. Außerdem isst er immer ein bisschen anders. Ist der Goßteil am Tisch glücklich mit der zartrosa gegrillten Ente, lebt er lautstark vegan und mumifiziert sich wärenddessen von innen heraus mit Sojaprodukten. Loben alle die Tarte Tatin, ist sie ihm zu matschig. Überhaupt hat er in der Provence in diesem kleinen Einheimischen-Bistro bei diesem wahnsinnig urigen Franzosen eine ach so typische Tarte Tatin gegessen, dass er jetzt beim besten Willen keine andere mehr runterbekommt.
Meist besticht er ungefragt durch Halbwissen über die neuesten Ernährungstrends und trinkt dazu etwas von zuhause mitgebrachtes, dickflüssiges Grünes. Dazu übertönt er alle am Tisch stattfindenden Unterhaltungen mit der Rezitation von Wikipedia-Einträgen über die hautverjüngende Wirkung von Antioxidanzien. Aber selbst wenn die Dinger mir meinen riesen Wäscheberg machen oder für Weltfrieden sorgen könnten, erklärt das nicht sein dringendes Bedürfnis, eigenes Essen zu einer Essenseinladung mitzubringen. Der Missionar will nichts riskieren. Ihm könnte ja von fremdem Essen der kleine Finger abfaulen. Oder noch schlimmer, es könnte ihm schmecken und er hätte plötzlich nichts mehr zu sagen.

Natürlich soll sich jeder so ernähren, wie er möchte. Ob Paleo, vegan, low carb oder nur Gemüse mit “e” im Namen. Und natürlich nichts essen müssen, wogegen er allergisch ist oder was bei ihm Brechreiz auslöst. Gute Gastgeber nehmen darauf auch Rücksicht. Aber wenn man zum Essen eingeladen ist und es nichts zu beanstanden gibt: Bitte einfach mal Fresse halten.

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Wobei hast du dir schon mal so richtig Mühe gegeben und dich hinterher nur ärgern müssen?

Ich packe meinen Koffer: Superheldenstyle

Egal ob Bond, Batman oder Bob der Baumeister – eines haben sie alle gemeinsam: Ein vernünftiger Held hat Gadgets. Oder auf Deutsch: So Zeugs, das alle verdammt cool finden und er niemals aus der Hand geben würde. Bond hat meist irgendwas, das schießt, explodiert oder mit dem er sich selbst auf dem Casinoparkplatz wiederbeleben kann. Batman hat sein Batmobil, Robin und einen Megalaserpionter. Und Bob hat zumindest eine Latzhose. 
Da kann man als unheroischer Durchschnittsmensch ganz schön neidisch werden. Deswegen gibt es heute 10 liebevoll ausgesuchte Urlaubsgadgets, die uns im Handumdrehen ein Superheldengefühl verpassen. Soll ich euch meinen heimlichen Favoriten verraten? Der Donut, weil er so echt aussieht. Der scheint fast Food zu sein. Aber nur fast.

#1 Einfach spitze
und perfekt für den Ausflug auf der Vespa ist das luftige Hängerchen von Esprit.
#2 Geteert und gefedert
oder doch lieber weich und
gemütlich? Was ne Frage! Damit du dir keine Druckstellen beim
Klippenliegen holst, hat AU Maison eine gepolsterte und todschicke
Strandmatte rausgebracht. Über Nostalgieimkinderzimmer.de
#3 Ohne Trägersubstanz
kommt dieser wunderschöne Bikini von Patrizia Pepe aus. Im Rücken zu binden für perfekten Sitz und trägerlos. Damit die sommerbraunen Schultern nicht von unschönen weißen Streifen belästigt werden.
#4 Brett vorm Kopf
Wie cool ist das denn bitte? Sonnebrille mit Holzgestell – äh ja, will haben. Modell Glockenbach, von Wood Fellas.
#5 Sonnenstichwahl
Ja, die hast du. Schließlich kannst du deinen Kopf einfach mit einem hübschen Turban-Haarband schützen. Zusätzlich
bändigt das Wunderding wilde Beachmähnen und sieht auch am Elbstrand ziemlich nach Coachella aus. Über Asos.
#6 Niederlande
Sie sind flach, schmal und finden in jeder noch so vollen Badetasche Platz: Les Tropesienne hat uns mit den schicken Sandalen den perfekten Sommerbegleiter geliefert. Über Zalando.
#7 Meine Augen machen bling-bling und alles ist vergessen
wenn
ich mir vorstelle, dieses hübsche Armband durch Lissabon zu tragen oder
es auf dem Fahrrad durch die Toskana spazieren zu fahren… Von Hipanema.

#8 Einmal hin, alles drin 
Praktisch unkaputtbar oder
unkaputtbar praktisch? Eigentlich ist sie beides, die Tasche von
Lacoste, die ich um den halben Erdball schleppen würde. Schnell in den Lacoste-Shop, sie ist gerade reduziert!
#9 Zuckersüß
ist dieser witzige Schwimmreif, der an das kultige Simpson-Gebäck erinnert und jede noch so erwachsene Mädchenseele begeistert. Über Amazon.
#10 Vom Affen gebissen
Wie eine Mischung aus Design á la Paul Frank und dem bösen Affen von Family Guy: So kommt die coole Sonnencreme von Sun bum daher. Wollte per Email erfragen, ob sie die Affencreme auch nach Deutschland verschicken, habe aber bisher noch keine Antwort. Das Update kommt, sobald ich Bescheid weiß.
Na, was vergessen? Was müsste in deiner Badetasche denn auch noch unbedingt Platz finden?

Quellen: Die Bilder wurden den Linkzielen entnommen.

Schnippchenschlägerin: selbstgemachte Mandelmilch mit Ananas

Na toll, Welt, da hast du ja einen riesen Coup gelandet! Lässt dir so was knüllersommerliches wie Ananas einfallen und wenn wir sie mit Milch und Kokos zu einer Placebokaribik mixen wollen, sitzt du in der Ecke und lachst dich buckelig. Warum erlaubst du uns diese kleine Alltagsflucht nicht? Warum musst du in die Ananas ein Enzym pflanzen, das dem ganzen Sommerspaß ein bitteres Ende verpasst? Ganz ehrlich, Welt, das hättest du uns wirklich nicht antun müssen. Du hast uns doch schon mit Justin Bieber gestraft. Reichen dir unsere peinlich-berührten Gesichtsausdrücke etwa nicht? 
Wie auch immer, mich kriegst du jedenfalls nicht klein. Und wenn du auf dein Bromelain bestehst, dann püriere ich meine Ananas eben mit Mandelmilch. In der ist nämlich nix drin, was durch die Ananas bitter werden könnte. Ich alte Schnippchenschlägerin.



Rezept für eine Portion Mandelmilch (0,5 l)

200 g Mandeln
500 ml Wasser
evntl. Ahornsirup

Die Mandeln über Nacht in einer verschließbaren Schüssel in Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Mandeln mit 500 ml frischen Wasser in einen Standmixer schütten und 2 Minuten  pürieren, bis alles gleichmäßig aussieht.
Mit einem Stabmixer geht es zur Not natürlich auch, aber das Ergebnis wird nicht ganz so fein.
Im Anschluss die Mandelmilch durch ein sehr feines Haarsieb streichen, bis die Mandelreste ganz trocken sind.
Die Mandelreste kann man wunderbar im Ofen bei 150° C auf einem Backblech ausgebreitet trocknen, um sie anschließend in der Küchenmaschine zu Mandelmehl zu verarbeiten.
Doch zurück zur Mandelmilch: Die ist jetzt auch schon fertig. Wer mag, kann sie noch etwas süßen, verdünnen, kühlen oder einfach sofort trinken. Oder man macht folgendes #ichfühlemichwohlinmeinerhaut-Getränk daraus:

Rezept für einen Ananas-Mandel-Shake 

150 ml kalte Mandelmilch
150 g frische Ananas
1 TL fein gehackte frische Minze

Alles in den Mixer kippen. Dann pürieren, umfüllen und genießen. 

Tipp: Dieser Shake eignet sich sehr gut als Protein- und Vitaminbooster nach dem Training. Dazu einfach noch drei Esslöffel neutrales Proteinpulver mit in den Mixer geben und ab geht die Luzie.

Und was sollen die aufgespießten Kugeln bringen?
Rührer, Spießchen für Obst, Glasmarkierer bei der Grillparty. Eignen sich aber sicher auch, um auf der Tischkante den Beat von We will rock you zu üben.

Sinnlos, aber okay. Und wie macht man die?
Fimo zu 2 cm großen Kugeln rollen. Mit den zu verwendenden Plastikstäbchen ein Loch in die Kugel bohren. Stock wieder rausziehen und Kugel nach Packungsangabe trocknen oder backen und auskühlen lassen. Anschließend einen Tropfen Kleber auf den Spieß geben und in die Kugel drehen. Warten, bis der Kleber hart ist und Kugel nach Lust und Laune bemalen. 
Verrat´mir deinen Anti-Welt-Trick: Welchen Kniff hast du so drauf, um Unpassendes passend zu machen?

Weltwundern: Die Entbindungstheorie

Keine Angst – hier geht es nicht
wirklich um Schmodder, Babys werfen oder Ohnmachtsanfälle. Worum es stattdessen geht, fassen die beinahe originalen Worten des großen Kurt Cobains ganz gut zusammen: Dass du ein Mann bist, bedeutet nicht zwangsläufig, dass du nicht in den Wehen liegen kannst.
Das klappt sogar sehr gut. Wie und was es bringen soll?
Ein Erklärungsversuch.

Halb
10 in Deutschland. Fitnessstudio. Mit nichts als meiner Willenskraft
bewaffnet führe ich einen ungleichen Kampf gegen eine Langhantel. Sie
gewinnt nach drei Sätzen. Doch Grund dafür ist nicht etwa fehlende
Muskelmasse, sondern der Typ neben mir auf der Flachbank.
Er lenkt
mich ab. Seinem Wimmern nach zu urteilen ist er hochschwanger und das
Baby zickt rum. Da muss ich dann schon mal kurz rüber schielen. Er liegt sichtlich unzufrieden unter Eisenwaren begraben
da, stöhnt und spuckt und im morgendlichen Gegenlicht sehe ich wie sein
Trizeps im Speichelregen tanzt.

Wer
regelmäßig den Kraftraum eines Fitnessstudios besucht, dem wird es auch
schon aufgefallen sein: Es gibt Stemmer und Stöhner. Die Stemmer
trainieren. Die Stöhner trainieren auch, aber produzieren dabei den
Soundtrack für TV-Dokumentationen über frühmittelalterliche Niederkünfte. Und
seltsamerweise sind die meisten Stöhner Männer. 
Die
Erklärung für das kreissaalreife Gejaule: Mann müsse so laut sein, weil
Krafttraining anstrengend sei. Dass Frauen ihre Umwelt nicht lautstark an
lebenserhaltenden Maßnahmen teilhaben lassen, bedeutet der
testosteronverstopften Logik nach wohl, dass es nicht anstengend ist.
Dem kann ich guten Gewissens widersprechen. Nur reißt Frau sich lieber
zusammen, weil sie sich das Gestöhne entweder fürs Schlafzimmer oder für

die Wehen aufheben. Niemand will von einem Fremden wissen, wie er sich
bei dem einen oder dem anderen anhört.
Andererseits kann man die
Ersatzgebärden ja auch verstehen. Natürlich ist es ungerecht, dass
Schwangere 9 Monate ein Recht auf Fußmassagen, das letzte Schoko-Muffin
und grundlos schlechte Laune haben und der Mann dazu sich nur
verständnisvoll geben aber nie vollständig gehen lassen darf. Da ist es
nur nachvollziehbar, dass sich Männer einen Ort suchen, an dem sie auch
ein bisschen schwanger sein dürfen.

Im
Fitnessstudio ist man Mann und darf es sein. Es geht um Stärke, Schweiß und
Schmerzen – um Unverfälschtes, Echtes eben. Hier
kann Mann es sich und den Frauen so richtig zu beweisen: “Hey,  ich kann auch in den Wehen liegen. Ich liege am Boden und es tut
echt weh.”
Der Sitznachbar, der laut am Telefon in der Sbahn seine Krankheitsgeschichte kundtut oder die Ticketverkäuferin im Kino, die einem mit ihren Blicken vorwirft, sie von ihrem Whatsapp-Chat abzuhalten:
Welches soziale Erlebnis hat dich bisher am meisten verwundert?

Facettenreich: Weiße Keramik mit Knick

“Haste schon mitgekriegt? Die von Schön & Gut hat angeblich ein Baby bekommen. Kein Wunder, dass man nichts mehr von ihr liest. Zwischen Pipi, Kaka und Didi bleibt wohl keine Zeit mehr zum Schreiben.”
“Ne, ich habe gehört, dass die ausgewandert ist. Nach Griechenland. Wegen dem Wetter. Und dass sie dort kein Internet hat. Weil sie in irgendeinem Schafsdorf wohnt.”
“Ach Käse. Die hat nur einfach keinen Bock mehr auf ihren Blog. Ich habs ja gleich gesagt, dass sie nicht lange durchhält.”
Nein, Stop. Halt. Es ist nicht so, wie es aussieht. 
Er ist nicht tot. Er schläft nur.
Damit ich keine besorgten Emails mehr beantworten muss, gibt es heute hübsches Porzellan für die Gerüchteküche. Schick in dezentem Weiß und in “Faltenoptik”. Einfach weil es so schön leicht und sommerlich ist.
Ein paar Blumen in der coolen Pistolenvase sehen übrigens nicht nur sehr nach Banksy aus, sondern zaubern auch etwas Sonne ins Leben. Selbst wenn Uni und Arbeit alles dran setzen, sie mir vorzuenthalten. 

#1 Müsli Müsli jam jam jam.

Ob Granola, Overnight Oats oder schlichte Cornflakes – in den handlichen Keramikschüsseln von House Doctor schmeckt Gesundes sogar gut. Über Villa Smilla.

#2 Draußen nur Kännchen
oder auch drinnen. Oder im Zug. Oder auf dem Fahrrad. Oder beim Yoga. Bei diesem Traumteilchen von Lenneke Wispelwey will man sein Kännchen einfach überall dabei haben. Über Buiten de Lijntjes, Versand erfolgt auch nach Deutschland.

#3 Und ich schieße in die Luft
Peng, Peng, Peng. Ein kleines Friedensmahnmal für die politisch Aktiven, ein witziges Väschen für alle anderen. Pistolenvase über Royal Design.

#4 Immer auf die Kleinen
zu setzen ist nicht die schlechteste Idee. Mit der Minivase von Hübsch Interior hat man Stiftehalter, Blumentopf und Gastgeschenk in einem. Über Allerbester Lieblingsshop.

#5 Knick in der Optik
In der strengen Vase von Bloomingville machen vor allem langstielige Schönheiten eine gute Figur. Oder man stellt die Vase einfach solo ins Regal. Weil sie es wert ist. Über Geliebtes Zuhause.
 
#6 Oh a million faces pass my way
oder so ähnlich. Die kleine Schüssel ist auf eine unktischige Art verspielt und wäre sicherlich gerne deine neue Bonbonschale oder Schlüsselverwahrerin. Über desiary.de

#7 Freches Früchtchen
Dass ich ein ziemlicher Lenneke Wispelwey-Fan bin, wisst ihr ja mittlerweile. Schwer verliebt bin ich auch in ihre Pineapple-Vase, die ich mir unbedingt irgendwann zulegen muss. In weiß natürlich. Über Lenneke Wispelwey´s Onlineshop.

#8 Whalewatching
Kann man dank diesem Glanzstück von Jonathan Adler nun auch vom Esstisch aus betreiben. Etwas unpraktisch mag der Krug ja sein (schließlich kann man nur 2/3 davon befüllen) aber das originelle Design lässt mich großmütig darüber hinwegsehen. Wunschlistenkandidat! Über desiary.de
Dir ist reinweiß zu langweilig? Dann verrat´mir doch, welche Farben sich in deiner Küche so tummeln!

Quelle: Bilder sind den Linkzielen entnommen.